05.Spieltag: SG Stahlbau Plauen - Post SV Plauen

Kreisliga, 5. Spieltag
  Sonntag, 15.09.2024 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Lindentempel)

SG Stahlbau Plauen - Post SV Plauen

5:4 (1:1)


Wappen_Stahlbau       Wappen_Post


Vorbericht:

Am fünften Spieltag steht für die Postler eine schwierige Auswärtsfahrt an. Man ist beim Stadtrivalen, der SG Stahlbau Plauen zu Gast. Seit dem die Elf vom Lindentempel aus der Vogtlandklasse vor zwei Jahren abgestiegen ist, traf man bereits fünf mal aufeinander. Die ersten drei Begegnungen konnte man knapp für sich entscheiden, zum Saisonfinale ist man jedoch ordentlich unter die Räder gekommen. Vor ein paar Wochen traf man zudem noch im Pokal aufeinander, hier musste man sich knapp geschlagen geben.
Generell läuft es in dieser Saison um ein vielfaches besser für die Gastgeber. In der letzten Saison konnte man dem drohenden Abstieg noch gerade so abwenden, in dieser Spielzeit dagegen steht man nach vier Spieltagen ungeschlagen an der Tabellenspitze. Aber auch die Postler konnten sich nach dem verpatzten Start in den letzten beiden Wochen etwas rehabilitieren und zwei Siege einfahren, sodass man vor diesem Aufeinandertreffen wieder etwas Selbstbewusstsein tanken konnte.
Damit ist klar, dass auch bei diesem Aufeinandertreffen wieder ein heißes und enges Spiel zu erwarten ist, bei dem sich beide Mannschaften nichts schenken um am Ende siegreich vom Feld zu gehen.

(JH)


Spielstatistik:

SGS: Brieger, Sünderhauf, Lohse, Herrnberger, Finger, Ritter, Kleeberg (43. xxx), Naemt, Hommel, Unterdörfer, P.Müller (46. Liebscher)
PSV: Langner, S.Müller, D.Turban, Uhlemann, Griesinger, T.Hartung (78. Seifert), Roth (57. Hock), E.Turban (56. Palatzke), Förster, Schäbitz, Heinisch (55. Rausch)

Tore: 1:0 Finger (32.), 1:1 Förster (42.), 2:1 Naemt (48.), 3:1 Finger (51.), 3:2 Förster (59.), 4:2 Naemt (76.), 4:3 Förster (77.), 4:4 Förster (89.), 5:4 Sünderhauf (90.)

Schiedsrichter: Andreas Brock, 1. Assistent: Thomas Reinhold, 2. Assistent: Nick Reinhold
Zuschauer: 80

 

Spielbericht:

Die Postler starten gut in die Partie. Defensiv steht man von Beginn an sicher und ist sofort in den Zweikämpfen präsent. So kann man das eigene Spiel recht gut aufziehen und kommt, wenn auch vereinzelt, über außen zu ersten Chancen, echte Gefahr auf das gegnerische Tor entsteht dabei zunächst aber noch nicht. Die erste echte Chance erarbeitet sich dann T.Hartung, als er sich gegen zwei Gegenspieler durchgesetzt und im Fallen den Ball am Torwart vorbei stochert. Dieser Abschluss kann aber in letzter Not noch von einem Verteidiger auf der Linie geklärt werden, so mancher Post-Anhänger hatte dabei auch schon den Torschrei auf den Lippen. Nach etwas mehr als fünfundzwanzig gespielten Minuten lassen die Postler dann etwas nach, sodass der Gegner besser ins Spiel kommen kann und vor allem durch Steckpässe immer wieder gefährlich wird, diese jedoch auch teils durch gutes Stellungsspiel der Abwehr im Abseits enden. Nach etwas mehr als einer halben Stunde fällt dann schließlich das erste Tor der Begegnung und wie es sich in den Minuten davor bereits angedeutet hat, nicht auf Seiten der Postler. Man verteidigt einen langen Ball schlecht und schafft es nicht, diesen richtig zu klären. Schließlich landet der Ball direkt vor den Füßen von Finger, der die Einladung dankend annimmt und im eins gegen eins eiskalt bleibt und den Ball zur Führung im Tor unterbringt. Im Anschluss an die Führung zieht sich der Gegner wie bereits im Pokal in die eigene Hälfte zurück und verteidigt tief stehend alle Annäherungsversuche der Postler souverän, sodass es nicht danach aussieht als könnten die Haselbrunner noch vor der Pause zum Ausgleich gelangen. Doch nach einem Befreiungsschlag von Uhlemann ist Förster plötzlich frei durch und bleibt beim Abschluss ebenfalls cool und erzielt so in der 42. Minute den doch irgendwie verdienten Ausgleich.
Damit geht es mit einem 1:1 in die Pause und so ist noch alles offen, jedoch muss man für die zweiten fünfundvierzig Minuten eine Leistungssteigerung hinlegen, um das Spiel wieder so an sich zu reisen, wie man es in den ersten gut zwanzig Minuten getan hat.
Die zweite Halbzeit beginnt jedoch nicht mit der erhofften und vorgenommenen Leistungssteigerung. Bereits kurze Zeit nach Wiederanpfiff verteidigt man zu gierig und löst dabei die Defensive Ordnung auf. Dadurch ermöglicht man einen tiefen Lauf für Naemt, der im Anschluss nicht mehr zu halten ist und zur 2:1 Führung abschließt. Nur wenige Momente später bestrafen die Hausherren dann den nächsten Fehler eiskalt und machen so den Doppelschlag nach der Pause perfekt. Erneut ist es Finger, der in der 51. Minute einen Querschläger der Postler freistehend vorm Tor ausnutzt und zum 3:1 trifft. In der Folge wechseln die Postler munter durch und stellen sich deutlich offensiver mit Palatzke, Rausch und Förster in der vordersten Reihe auf. Diese Umstellung trägt kurz darauf bereits ihre Früchte als Palatzke den Ball zunächst gut fest machen kann und anschließend den Ball auf Förster durchsteckt. Förster bleibt im Anschluss auch ein zweites Mal cool vor dem Tor und erzielt den Anschlusstreffer. In der Folge drängen vor allem die Postler auf den Ausgleich, zeigen sich in den Offensivaktionen jedoch meinst viel zu überhastet. Auch dadurch begünstigt schafft man sich selbst immer wieder knifflige Situationen, wie ein fehlendes taktisches Foul an der Mittellinie nach Ballverlust. Dadurch ist man gezwungen das Foul erst kurz vor dem Strafraum zu ziehen um ein fast sicheres Tor zu verhindern, letztlich bringt aber auch das nicht mehr viel. Naemt nimmt sich der Sache an und verwandelt den Freistoß aus aussichtsreicher Position nahezu unhaltbar im Winkel. Mit der direkten Gegenbewegung schaffen es die Postler jedoch zum erneuten schnellen Anschlusstreffer und erneut ist es Förster, der den Ball im Tor unterbringen kann und so seinen dritten Treffer des Tages markiert. Den Schwung vom schnellen Anschluss nimmt man schließlich mit und drängt wieder auf den Ausgleich. Ein Flugball in die Spitze von S.Müller wird vom Verteidiger unterschätzt, sodass Förster erneut frei vorm Tor auftaucht und den Ball zum Ausgleich im Gehäuse unterbringt. Begünstigt durch die vier Förster-Treffer hat man nun wenige Momente vor Ende Blut geleckt und will einen weiteren Treffer erzielen. Chancen dazu ergeben sich sogar noch, doch der mögliche Siegtreffer auf Seiten der Postler bleibt leider aus. Doch auch den Stahlbauern bietet sich noch eine letzte Gelegenheit auf den Sieg. Kurz vor Ende der Nachspielzeit schießt Naemt einen Freistoß aus dem Halbfeld mit Wucht aufs Tor. Der Schuss wird schließlich gefährlicher als zunächst gedacht und knallt gegen die Latte, beim Abpraller steht dann Sünderhauf blank und köpft ihn ins leere Tor ein. Der umjubelte Siegtreffer für den Gegner.
Damit verliert man nach einem Auf und Ab und vier Förster-Toren mit einem extrem bitteren 5:4. Im Endeffekt eine vermeidbare Niederlage, bei der es an Ruhe bei den eigenen Aktionen im Sturm gefehlt hat und man eine mangelhafte Defensivleistung in der zweiten Halbzeit zeigte. Positiv ist jedoch die Moral hervorzuheben, nach mehreren Rückständen zurückzukommen und sich bis zu letzt nicht aufzugeben.
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Zur zweiten Mannschaft:
SpuBC 90 Plauen – Post SV Plauen II 4:1 (3:0)
Für die zweite der Postler ist auswärts beim SpuBC ebenfalls nichts zu holen. Nach einem deutlichen 3:0 Rückstand zur Halbzeit erzielt L.Goerke eine knappe viertel Stunde vor Ende den Ehrentreffer für die Blau-Gelben. Das Spiel endet mit 4:1.

(JH)

 

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