01.Spieltag: SpG Bergen/Tirpersdorf/Werda II - Post SV Plauen

Vogtlandklasse, 1. Spieltag
  Sonntag, 17.08.2025 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Tirpersdorf Jägerswald Arena)
 

SpG Bergen/Tirpersdorf/

Werda II

SV Turbine Bergen

-

 

2:1

(1:1)

 

Post SV Plauen

 

Wappen_Post

 

 


Vorbericht:

Nach dem Pokalspiel in der Vorwoche startet in dieser Woche auch endlich die Liga. Die Postler gastieren Sonntags in Tirpersdorf, Gegner ist die SpG Bergen/Tirpersdorf/Werda II.
Die SpG ist als Meister der Staffel 1 neben Syrau II und den Postlern einer von drei Aufsteigern in die Vogtlandklasse. Bei lediglich drei Niederlagen, zwei davon nachdem die Meisterschaft bereits feststand, erreichte man mit großer Dominanz die Meisterschaft. 63 Punkte bei 80 geschossenen und 42 bekommenen Toren sprechen für sich. Im direkten Vergleich schossen die Postler zwar 85 Tore und haben nur 38 bekommen, sammelten dabei aber nur 52 Punkte, was letztendlich nur für Platz 2 und die Relegation reichte.
Auch die Saisonvorbereitung verlief für die SpG durchaus überzeugend. Zwei mal testete man, gewann gegen den unterklassigen Gegner deutlich, gegen den Erlbacher BC unterlag man zwar recht deutlich, konnte dabei jedoch auch vier eigene Tore erzielen. In der letzten Woche besiegte man in der ersten Pokalrunde den VfB Nord II ebenfalls sehr klar. Auch Post ging im Pokal siegreich vom Feld, man gewann souverän beim Elsterberger BC.
Insgesamt sprechen die Zahlen für sich. Mit der SpG trifft man bereits am ersten Spieltag auf die erste Bewährungsprobe der neuen Saison. Vor allem Defensiv kommt ein hartes Stück Arbeit auf die Postler zu, dementsprechend muss man alles aus sich herausholen um auswärts bestehen zu können.

(JH)


Spielstatistik:

SpG: Schneidenbach, Weller, Schneider (65. Götz), Rödiger, Böswetter, J.Müller, Fuchs (78. Rose), Gottschlich, Kertzscher (65. Naujok), Naumann, Rau (53. Pietzsch)
PSV: Horlbeck, S.Müller, D.Turban, Uhlemann, Rausch (71. Kouatchoua), Schalowski (71. Fülle), Schäbitz, Heinemann (46. Hock), Regitz, Förster, E.Turban

Tore: Fuchs (7.), Müller (42.), Naumann (75.), Naujok (76.)

Schiedsrichter: Tino Nürnberg, 1. Assistent: Patrik Wegner, 2. Assistent: Maik Müller
Karten: 0/1 

Zuschauer: 75

 

Spielbericht:

Den besseren Start in die Partie erwischen die Postler, Zweikämpfe werden konsequent geführt und man nimmt das Spiel in die eigene Hand. So entstehen früh erste Halbchancen, bei denen nur der letzte Pass oder der konsequente Abschluss für eine frühe Führung fehlen. Die SpG steht dabei tief und kompakt. Im eigenen Ballbesitz versuchen sie die schnellen Offensivspieler durch direktes Kombinationsspiel oder tiefe Bälle auf die Außen in Szene zu setzen. Punktuell wird außerdem durch gezielte Pressingmomente versucht, frühe Ballgewinne zu erzielen, welche die Postler meist spielerisch lösen können. In der siebten Minute hält man den Ball in einer solchen Situation zu lang und verliert diesen. Fuchs hat nun freie Bahn und lässt Horlbeck keine Chance. Trotz des frühen Rückstandes lassen sich die Postler nicht aus der Ruhe bringen und halten an ihrer Linie fest. Der gegnerische Spielaufbau wird früh gestört und Ballverluste auf Seiten der Gastgeber provoziert. Durch gefällige Kombinationen spielt man sich des Öfteren bis zum Strafraum durch, ist dann jedoch zu unkonzentriert bzw. teilweise ideenlos.
Ab der 20. Minute stellt man das frühe Anlaufen ein und steht tiefer, was einen merklichen Bruch ins Spiel der Blau-Gelben bringt. Defensiv kommt man nun des Öfteren in Bedrängnis und muss teilweise in höchster Not klären, da die Grundordnung nicht mehr passt. Mit dem Ball präsentiert man sich zudem ideenlos. Es mangelt an Laufbereitschaft und an Durchsetzungsvermögen in den entscheidenden Duellen. Zudem werden die Abstände zwischen den Ketten immer größer und man kämpft nicht mehr füreinander um jeden Ball. Kurz vor der Pause erzielt die Heimmannschaft dann ihren zweiten Treffer. Im Spielaufbau wird man extrem früh angelaufen, sodass der lauernden Angreifer den Ball erhaschen kann, nach Ablage auf J.Müller erzielt dieser das 2:0.
Mit diesem Spielstand geht es nun auch in die Pause. Die Postler müssen sich dabei selbst hinterfragen, warum man das engagierte Auftreten eingestellt und so den Gegner ins Spiel kommen lassen hat. Auch ist der Rückstand zur Pause zwar nicht unverdient, jedoch war er mehr als vermeidbar, da man dem Gegner zweimal den Ball geschenkt hat und somit nun vor einer schweren zweiten Halbzeit steht. Für diese nimmt man sich wieder vor mit mehr Mut und Laufbereitschaft das eigene Spiel aufzuziehen und den Gegner wie zu Beginn nicht ins Spiel kommen zu lassen.
Zu Beginn kann man dies auch direkt erkennen. Zweikämpfe werden mit mehr Biss geführt und Bälle schon im Mittelfeld erobert, sodass Tirpersdorf nur schwer den eigenen Spielaufbau durchziehen kann. Zudem erzeugt man mehr Druck auf das Tor der Heimelf. Rausch und Schalowski brauchen jedoch zu lang beim Abschluss. Die größte Chance auf den Ausgleich hat Förster nach guter Vorarbeit von Rausch. Sein unbedrängter Abschluss halblinks im Strafraum ist jedoch zu lasch, sodass der Torhüter keine Mühe hat diesen aufzunehmen. Tirpersdorf beschränkt sich in dieser Phase auf eine kompakte Defensivarbeit sowie auf schnelle Umschaltmomente in der Offensive. Diese bereiten der Plauener Hintermannschaft phasenweise große Probleme. So ebbt der offensive Schwung der Postler auch allmählich ab und das Spiel plätschert ein wenig vor sich hin. Der K.O.-Schlag erfolgt dann 15 min vor Schluss als nach einem Eckball Tirpersdorf zum Konter ansetzt, Naumann vollendet zum 3:0. Damit ist die Partie entschieden. Zu allem Überfluss verliert man direkt nach dem Anstoß den Ball, Naujok umkurvt die Abwehr viel zu einfach und erzielt das 4:0. Die restliche viertel Stunde ist dann schnell erzählt. Die Postler probieren etwas Schadensbegrenzung zu betreiben, jedoch fehlt es schlichtweg an Präzision, Konzentration sowie Laufbereit, sodass die Heimelf das Ergebnis verwalten kann.
Am Ende steht eine verdiente Niederlage für die Blau-Gelben zu Buche. Ungeachtet der Vielzahl an Ausfällen am heutigen Tag konnte man nur phasenweise überzeugen, was in der Liga schlichtweg zu wenig ist. Hinzu kommen individuelle Fehler, welche das eigene Spiel unnötig erschweren. Für die kommenden Wochen gilt es also sich mannschaftlich geschlossen über die volle Spielzeit zu präsentieren, vor allem da mit Jößnitz und Großfriesen zwei der stärksten Mannschaften der Liga warten.

(SM)

 

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