06.Spieltag: VfB Plauen Nord - Post SV Plauen

Vogtlandklasse, 6. Spieltag
  Samstag, 20.09.2025 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Hans-Sachs-Straße)
 

VfB Plauen Nord Wappen VfB Plauen Nord

-

 

2:0

(2:0)

 

Post SV Plauen

Wappen_Post


            


Vorbericht:

Nach zwei Heimspielen in Folge steht in dieser Woche wieder ein Auswärtsspiel an. Weit müssen die Postler jedoch nicht fahren, denn man trifft auf den Nachbarn, den VfB Nord Plauen.

Der Post SV ist mit drei Siegen aus fünf Spielen solide in die Saison gestartet und rangiert sich auf Platz 7 in der Tabelle ein. Sowohl gegen die SG Jößnitz, als auch gegen den SV Merkur 06 Oelsnitz II und den SC Syrau II fuhr man jeweils knappe Heimsiege ein. Die beiden Niederlagen gegen Bergen/Tirpersdorf/Werda II und den VfB Großfriesen, jeweils auswärts, waren jedoch deutlich. Dementsprechend zeichnet sich bereits ein kleiner Trend hin zu Heimspielen ab. Diesen gilt es am Wochenende zu durchbrechen, denn man möchte endlich auch auswärts erfolgreich sein.

Der VfB Nord Plauen hat bereits sechs Spiele absolviert und platziert sich mit 7 Punkten hinter den Postlern auf Platz 9 ein. Eine echte Aussage darüber wie stark der Gegner ist, lässt sich dabei nur schwer treffen, während man gegen direkte Tabellenkonkurrenten wie Netzschkau und Bergen/Tirpersdorf/Werda II jeweils gewinnen konnte, unterlag man zu Hause gegen Jößnitz mit 0:6. Dem entgegen steht ein starker Auswärtspunkt bei dem bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Großfriesen. Dementsprechend scheinen die Nordler eine Art Wundertüte zu sein.

Durch die enge Tabellensituation und vor allem durch die räumliche Nähe beider Vereine zueinander ist ein spannendes und feuriges Spiel zu erwarten.

(JH)


Spielstatistik:

VfB: Pöß, Kunath, Jütersonke, Zimmermann (90.+2 Pietzsch), Werner (71. Scharf), Kurz, Meggl, Höhn (64. Ranger), Sesselmann, Bach, Cong
PSV: Horlbeck, Müller, D.Turban (75. Heinemann), Hock, Uhlemann (46. Kurzendörfer), Rausch (58. Abanda), Schalowski (64. J.Hartung), Schäbitz, Regitz,  Förster, E.Turban

Tore: 1:0 Werner (31.), 2:0 Kunath (35.)

Schiedsrichter: Ronny Seifert, 1.Assistent: Thomas Wilhelm, 2.Assistent: Joschua Damkröger

Karten: 4/4
Zuschauer: 84

 

Spielbericht:

Die Postler erwischen einen mäßigen Start ins Derby. Man agiert sehr verhalten, die Aufregung, welche durch die Brisanz der Partie bei einigen Post-Spielern aufkommt, ist deutlich zu spüren. Der Gegner dagegen ist von Beginn an hell wach, läuft hoch an und führt konsequente Zweikämpfe. So kommt aufgrund mangelndem Selbstvertrauens und mangelnder Laufbereitschaft kein Spielfluss auf Seiten der Gäste zustande. Hinzu kommt, dass bereits sehr früh enormes Feuer in die Partie gebracht wird. Nach einem Foul an der Strafraumkante, bei dem ein Nord-Angreifer frei durch gewesen wäre, entscheidet der Unparteiische zwar auf Freistoß, die mindestens fällige gelbe Karte bzw. die glatt Rote für den letzten Mann blieb aus. Erst nach guten zehn Minuten werden die Aktionen flüssiger und man erlangt mehr und mehr Selbstvertrauen. So findet man immer wieder Raum auf den Außen und erzeugt nach guten Kombinationen erste Chancen. Nach guter Vorarbeit von Förster ist es schließlich Schalowski, der nach Hereingabe von Regitz den Ball über die Linie drückt. Der Jubel über die Führung währt jedoch nur kurz, denn es wird auf Abseits entschieden. Unverständlich und eine klare Fehlentscheidung, welche selbst die gegnerischen Fans verwundert. Die Nord wird dagegen vor allem durch lange Bälle gefährlich, insbesondere da man mit diesen untypisch viele Probleme hat. Nach gut einer halben Stunde kommen letztlich die Gastgeber zur Führung, nachdem Zimmermann nach Minimalstkontakt im Strafraum zu Fall kommt und Werner den daraus resultierenden Elfmeter eiskalt verwandelt. Fast im Umkehrschluss lässt Förster den Ausgleich liegen. Nach gewonnenem Laufduell scheitert er jedoch am Außenpfosten, erneut eine 100%ige welche die Post nicht zu nutzen weiß. Die Bestrafung folgt dementsprechend auf den Fuß. Ein Freistoß aus dem Halbfeld wird unterschätzt, man schaltet zu früh ab, währenddessen am langen Pfosten Kunath einläuft und wuchtig einköpft. Mit der 2:0 Führung in den Knochen haben die Postler sichtlich zu kämpfen, bis zur Halbzeit kann man sich mehrfach bei Horlbeck bedanken, dass dieser die Post noch im Spiel hält.

Mit dem herben 2:0 geht es zum Pausentee. Trotz einiger aussichtsreicher Chancen und dank eines nicht gegebenen Tors, stehen die Postler mit nichts da. Dementsprechend groß ist die Aufgabe für Halbzeit zwei, zumal man im Zweikampf dennoch zu oft unklug und unreif agiert und so zumeist nur der zweite Sieger ist.

In der zweiten Hälfte versuchen die Postler dennoch alles, um das Ruder herumzureisen. Ununterbrochen laufen die Gäste an, die Gastgeber dagegen schalten in den Verwaltungsmodus. Während die Nord mit dem Ball vorrangig auf Konter setzt, welche von den Postlern im Verbund verteidigt werden können, versucht Blau-Gelb dauerhaft Druck auszuüben. Mit viel Erfahrung schaffen es die Gastgeber diesen immer wieder zu unterbrechen und die Gäste somit immer wieder aus dem Rhythmus zu bringen. Immer wieder stockt der Spielfluss aufgrund vieler kleiner Fouls, mit voranschreiten der Spielzeit häufen sich die Unterbrechungen und vor allem die Dauer dieser. So schaffen es die Postler kaum den Druck in Richtung Heim-Tor dauerhaft aufrecht zu erhalten. Auch die Ungenauigkeiten kann man nicht abzustellen, sodass Pässe und Abnahmen weiterhin oft schlampig sind. Dennoch kann man sich in weitere aussichtsreiche Positionen vor das Tor bringen. Doch die erspielten Chancen werden leichtfertig vergeben und landen ungefährlich in den Armen des Torhüters, am Aluminium oder gar neben dem Tor. So bleibt es letztlich beim 0:2 aus Sicht der Postler.

Am Ende ist es eine verdiente Niederlage. Zwar war der Gegner nicht besser, aber dafür abgeklärter und erfahrener. Mit dem Rückstand hat man Biss und unbedingten Willen vermissen lassen, das Spiel noch drehen zu wollen. Erneut hat man es nicht geschafft aus einer Fülle an Chancen Kapital zu schlagen, wenn auch einiges an Pech dabei war.

(JH)

 

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