501.Runde Pokal: Post SV Plauen - SpVgg Grünbach-Falkenstein
Pokal, 1. Runde
Sonntag, 16.08.2026 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Luisenstraße)
Post SV Plauen
| -
2:6 (1:1)
| SpVgg Grünbach-Falkenstein |
Vorbericht:
Am Sonntag wird es für den Post SV Plauen erstmals wieder ernst. In der ersten Runde des Vogtlandpokals empfängt man die SpVgg Grünbach-Falkenstein. (JH) |
Spielstatistik:
PSV: Langner, Turban, Hock, Uhlemann (66. Kurzendörfer), Tom Heinemann (42. Abanda), Rausch, Schalowski, Regitz, J.Hartung, Förster, Tim Heinemann (62. Köbke) Tore: 0:1 Hock (ET 18.), 1:1 Tim Heinemann (42.), 1:2 Wünsch (49.), 1:3 Nagler (53.), 2:3 Abanda (54.), 2:4 Nagler (FE 69.), 2:5 L.Müller (87.), 2:6 Leucht (89.) Schiedsrichter: Jens Strobel, 1.Assistent: Christian Krieg, 2.Assistent: Christian Berger Karten: 3/0, Rot: Abanda (60.) |
Spielbericht:
Die Postler starten sehr solide in die Partie. Die Gäste verzichten zunächst auf ein konsequentes Pressing und laufen die Plauener nur phasenweise an. Dementsprechend haben die Postler zunächst mehr vom Spiel und lassen den Ball laufen. In Drucksituationen gelingt es immer wieder, sich spielerisch aus diesen zu lösen. Vor allem mit Bällen in die Tiefe setzt man Tom Heinemann und Förster immer wieder in Szene und sorgt so für Gefahr. Insgesamt funktioniert das offensive Zusammenspiel gut und man spielt sich immer wieder nach vorne. Gegen den Ball zeigen sich die Blau-Gelben bissig und aufmerksam. Die SpVgg kommt dadurch nicht so wirklich ins Spiel. Einziges Mittel sind lange Bälle, die zumeist ungefährlich im Toraus landen oder konsequent geklärt werden. Dennoch offenbaren sich gerade bei diesen immer wieder kleinere Unsicherheiten im Kopfballspiel. Obwohl die Postler mehr Spielanteile haben und auch die besseren Gelegenheiten vor dem Tor, sind es die Gäste die in Führung gehen. Aufgrund einer Behandlung befindet man sich in Unterzahl und findet nicht die notwendige Ruhe diese Phase mit eigenem Ballbesitz zu kontrollieren, nach einem unnötigen Dribbling in ungefährlicher Position gelangt der Ball bei einem sehr ungenauen Rückpass hinter die Post-Abwehr, die Gäste schalten schneller und bringen den Ball per Flanke vors Tor, der abgefälschte Ball landet schließlich vor den Füßen von Hock, der den Ball unter Gegnerdruck und aus kurzer Distanz unglücklich ins eigene Tor bugsiert. Vom Rückstand lässt man sich nicht beeindrucken und spielt weiter mutig nach vorne, durch das Gegentor ist die Partie nun jedoch deutlich offener und nicht mehr vollständig unter der Kontrolle der Postler, viel mehr gestalten die Gastgeber das Spiel gleichwertig. Der verdiente Ausgleich fällt schließlich durch Tim Heinemann, der per Direktschuss in der 42. Minute zum 1:1 trifft. Kurz vor dem Seitenwechsel bietet sich Abanda sogar noch die große Chance zur Führung, der Abschluss auf das kurze Eck ist gut platziert, doch der Gäste-Torwart reagiert stark und verhindert den zweiten Treffer. Damit geht es mit 1:1 in die Pause. Post muss die Konzentration nach der Pause genauso aufrecht erhalten wie bereits vor der Pause, um die Partie wieder vermehrt auf die eigene Seite zu ziehen. Nach der Pause sind jedoch die Gäste zunächst besser im Spiel und übernehmen zunehmend die Initiative. Die Postler scheinen sich noch in der Pause zu befinden, sodass Grünbach-Falkenstein schnell auf 1:2 stellt. Ein Diagonalball findet im Strafraum einen Abnehmer, die Handspiel verdächtige Ballmitnahme bleibt unbemerkt und so kann schließlich Wünsch den Abpraller im Netz unterbringen. Es folgt das schnelle dritte Gegentor. Nachdem man einen Angriff über die linke Seite nicht verteidigt bekommt, steht Nagler zu frei vorm Tor und trifft. Die Postler, von den Gegentreffern wieder etwas wachgerüttelt, straffen sich nun etwas. Nach Balleroberung im Mittelfeld behält Schalowski die Ruhe und Übersicht und bringt Abanda in eine aussichtsreiche Abschlussposition. Dieser bleibt ruhig und trifft überlegt ins kurze Eck zum 2:3-Anschluss. Damit scheinen die Postler wieder zurück im Spiel, bevor sie sich kurz darauf selbst schwächen. Ein wenig Gerangel und Geklammer, der Versuch sich zu befreien, dabei landet der Arm unbeabsichtigt im Gesicht des Gegenspielers, welcher mit aufgeschlagener Lippe zu Boden geht. Der Schiedsrichter wertet die Situation wohl zu Recht als Tätlichkeit. Damit muss man die letzten 30 Minuten in Unterzahl beschreiten, währenddessen man dem Rückstand weiterhin hinterherläuft. Zwanzig Minuten vor Ende dann der nächste Nackenschlag. Nach einem Stellungsfehler in der Abwehr versucht man die Hereingabe mit einer Grätsche zu verteidigen. Man spielt zwar den Ball, diesen jedoch nicht deutlich genug, sodass der Unparteiische auf Strafstoß entscheidet. Nagler verwandelt sicher zum 4:2. In der verbleibenden Zeit spielt die Heimelf zwar weiterhin mutig nach vorn. Doch dadurch ergeben sich Räume, welche die Gäste in der Schlussphase eiskalt ausnutzen. Zwei weitere Konter führen zu den letzten beiden Treffern und damit zum 2:6 Endstand. Letztlich steht eine deutliche Niederlage, die den Spielverlauf über weite Strecken nicht vollständig widerspiegelt. Lange Zeit zeigt man einen mutigen, engagierten und mindestens gleichwertigen Auftritt. Individuelle Fehler und die Unterzahl bringen die Postler letztlich auf die Verliererstraße. Dennoch kann man mit der gezeigten Leistung zufrieden sein und mit vielen positiven Eindrücken in die neue Saison starten. (JH) |
