Relegation: Post SV Plauen - 1.FC Rodewisch II
Kreisliga, Relegation
Samstag, 27.06.2025 - Anpfiff 18.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Oelsnitz)
Post SV Plauen - 1.FC Rodewisch II
3:2 (2:1)
Vorbericht:
Einige bewegte Tage liegen hinter den Postlern. Nachdem man am letzten Spieltag den zweiten Platz erreichen konnte, sollten zwei Relegationsspiele um den eventuell möglichen Aufstieg in die Vogtlandklasse anstehen. Zum Zeitpunkt des Hinspiels wäre jedoch noch unklar gewesen, welchen Wert dieses haben wird. Sowohl der SC Syrau, als auch der BSV 53 Irfersgrün müssen den Abstieg aus der Landesklasse am letzten Spieltag abwenden, damit de r Gewinner der Relegationsspiele aufsteigen kann. Bevor es zu diesen Spielen kam, sollte das Relegationshinspiel auf Wunsch des Gegners verlegt werden, als neuer Termin wurde schließlich das Wochenende der 75 Jahrfeier ausgewählt. Damit würde man die Relegation erst spielen, nachdem die Ergebnisse der Landesklasse feststehen. Mit Abschluss dieses Spieltages dann die traurige Gewissheit, nur Syrau schafft den Klassenerhalt, Irfersgrün steigt ab. Die Relegationsspiele fallen aus. Einen Tag später verkündet der Verband den Rückzug der zweiten Mannschaft des VFB Auerbach aus der Landesklasse, Irfersgrün steigt nun doch nicht ab, eine Relegation ist wieder im Rahmen des Möglichen. Schließlich einigt sich der Verband nach Rücksprache mit beiden Vereinen darauf ein einziges Relegationsspiel auf neutralem Boden auszutragen. Damit bleiben nur wenige Tage, um sich auf das wichtigste Spiel der Saison vorzubereiten. Leider stehen den Postlern aufgrund der kurzfristigen Ansetzung der Partie einige wichtige Stützen der Rückrunde nicht zur Verfügung, die es somit zu kompensieren gilt. Dennoch geht man trotz der Ausfälle und dem enormen Druck mit breiter Brust in die Partie, da man unbedingt gewinnen möchte, um den Aufstieg in die Vogtlandklasse perfekt zu machen. (JH) |
Spielstatistik:
PSV: Horlbeck, S.Müller, D.Turban, Uhlemann (83. Goerke), T.Hartung (63. J.Hartung), Rausch (77. Heinemann), Abanda, Regitz (63. Schalowski), Förster, E.Turban (83. Hock), Roth Tore: 1:0 Förster (3.), 1:1 Lindner (8.), 2:1 Förster (18.), 2:2 Lindner (72.), 3:2 Rausch (75.) Schiedsrichter: Jens Württemberger, 1. Assistent: Finn Herzog, 2. Assistent: Manfred Hoyer |
Spielbericht:
Der Beginn der Partie verläuft optimal für die Postler, man ist direkt da, führt Zweikämpfe konsequent und nimmt das Spiel in die eigene Hand. Dennoch ist vielen Spielern die Nervosität aufgrund der geänderten Aufstellung und des Drucks anzumerken, sodass sich zunächst noch einige Ungenauigkeiten einschleichen. Immer wieder versuchen die Blau-Gelben über die Außen zum Abschluss zu kommen und so gefährliche Chancen zu kreieren. Bereits in der 3. Spielminute ist dieser Ansatz von Erfolg gekrönt. Nach einem Ballgewinn schaltet man schnell um, Abanda startet auf rechts außen durch und bekommt den Ball. Die Flanke findet Förster im Zentrum als Abnehmer, dessen Abschluss per Innenseite landet genau im Winkel. Die frühe Führung bringt jedoch nicht die erhoffte Sicherheit und so kassiert man nur wenige Minuten später den Ausgleich. Zunächst schafft man es nicht auf außen den Ball konsequent zu klären, sodass sich die Rodewischer mit wenigen Doppelpässen auf der Außen durchkomponieren, die Postler sind dabei durchwegs einen Schritt zu spät. Schließlich bringt Lindner die Hereingabe aus der Nahdistanz im kurzen Eck unter. Im Anschluss geht es ohne Pause auf und ab. Bereits jetzt hat sich ein hoch intensives und kräftezehrendes Spiel entwickelt. In der 18. Spielminute ist es zunächst ein Einwurf, den die Postler verlängern, sodass dieser vor die Füße eines Rodewischer Innenverteidigers fällt, dieser schlägt über den Ball. So bedankt sich Förster und schiebt den Ball erneut mit der Innenseite ins Tor. Mit der 2:1 Führung im Rücken überlässt man dem Gegner ein wenig das Zepter und setzt mehr auf Konter. Damit geraten die Plauener vermehrt unter Druck, da besonders auf links die Abstände häufig zu groß sind und man defensiv immer wieder Probleme mit lange Bällen hinter die Kette hat. Immerhin schafft man es dennoch die meisten Aktionen zu bereinigen, sodass die Rodewischer nur selten in gefährliche Abschlusspositionen kommen. In den Situationen in denen man dies jedoch nicht schafft, scheitert der Gegner dann entweder an sich selbst oder an den Reflexen des erneut glänzend aufgelegten Horlbecks, welcher im 1vs1 den schon sicher geglaubten Ausgleich verhindern kann. Auf der Gegenseite schaffen es aber auch die Postler mittels Konter den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Mehrfach kann Rodewisch gerade so per Tackling klären bzw. den Konter stoppen. Weiterhin lässt auch Förster das 3:1 liegen, als er im 1vs1 am Keeper scheitert. Damit geht es mit einem knappen 2:1 in die Pause. Der Grundstein für die zweite Hälfte ist gelegt, schafft man es die Nervosität und die darauf folgende Passivität abzuschütteln hält man alle Trümpfe für den erfolgreichen Ausgang der Begegnung in der eigenen Hand. In der zweiten Halbzeit stellen sich die Postler von Grund auf defensiver ein. Dadurch liegt zwar erneut der aktivere Part beim Gegner, anders als in Hälfte eins steht man aber stabiler und lässt so zunächst nicht zu, dass der Gegner gefährlich wird. Auf der Gegenseite haben Abanda und Förster erneut gute Chancen auf das 3:1, sind dann im Abschluss jedoch etwas zu ungenau. Im Umkehrschluss zeigen die Postler mit dem voranschreiten der Partie dann doch immer wieder Unsicherheiten bei langen Bällen über die Mitte. Aus einer Drangphase der Rodewischer entsteht schließlich das 2:2. Ein flacher Ball wird genau zwischen die Innenverteidigung gespielt, in der Folge schafft man es nicht diesen zu klären, obwohl man mehrfach an den Ball gelangt. Nach einigem Gestocher gelangt Lindner an den Ball, verzögert nochmals stark, sodass er schließlich zum Abschluss kommt und zum Ausgleich trifft. Mit dem Gegentor beginnen die Postler wieder mehr in die Offensive zu investieren. Aufgrund der intensiven Partie, die beiden Seiten anzumerken ist, ergeben sich einige Räume, welche man versucht zu nutzen. Dennoch ist das 3:2 durch Rausch fünfzehn Minuten vor Ende etwas überraschend. Nachdem er den Ball kurz nach der Mittellinie bekommt, läuft er zunächst unbedrängt in Richting Tor. Hier nutzt er den sich bietenden Platz, trotz einiger aussichtsreicheren Passmöglichkeiten und zieht zentral vor dem Tor ab. Den Schuss kann der überrascht wirkende Torhüter nurnoch an den Innenpfosten leiten, von da aus springt er ins Tor. Für die letzten Minuten der Partie ist dann durchhalten angesagt. Die Postler stehen jedoch defensiv sicher, vor allem da man sich noch tiefer in die eigene Hälfte fallen lässt. So bleiben dem Gegner fast nur noch hohe Bälle vors Tor, welche man rausköpft. (JH) |





