15.Spieltag: SG Jößnitz - Post SV Plauen
Vogtlandklasse, 15. Spieltag
Samstag, 07.03.2026 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Jößnitz)
SG Jößnitz
| -
1:1 (0:0)
| Post SV Plauen
|
Vorbericht:
Nach 91 Tagen Pause ist die Winterpause für die Postler nun endlich vorbei. Der 15. Spieltag steht bevor, auswärts gastieren die Blau-Gelben bei der SG Jößnitz. Gespielt wird das erste Pflichtspiel der Postler jedoch nicht in Jößnitz, sondern auf dem Ausweichplatz des SC Syrau. Die Postler, welche mit einem starken 4. Platz aus der Winterpause kommen, müssten anhand der letzten Pflichtspiele eigentlich reichlich Selbstbewusstsein haben, man verlor nur eines von fünf Spielen. Dennoch sind diese Erfolge schon mehr als drei Monate her, die letzten Auftritte in der Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte waren wenig überzeugend. So auch schließlich die Ergebnisse, zweimal teste man offiziell, beide Male unterlag man, beide Spiele fanden auf einem Kunstrasen statt. Auch die Personaldecke ist für das Wochenende recht dünn besetzt, da man einige Verletzte kompensieren muss. Die SG Jößnitz dagegen erlebte die letzten Wochen vor der Winterpause eher das Gegenteil, drei Spiele verlor man, darunter eine sehr deutliche 10:0 Niederlage gegen den VfB Großfriesen, gegen die SpG Bergen/Tirpersdorf/Werda II sprang immerhin noch ein Punkt heraus und ein Spiel fiel aus. Den Nachholer gewann man gegen den SV Merkur Oelsnitz II in der Vorwoche mit 0:7, macht so das 10:0 vor der Pause fast vergessen und legt den perfekten Start in die Rückrunde hin. Demnach standen die Vorzeichen für die Postler gegen die SG Jößnitz schon deutlich besser, dennoch ist es sicher nicht unmöglich, sodass man alles daran setzen wird, um etwas zählbares mitzunehmen. (JH) |
Spielstatistik:
SGJ: Beckert, Palmetshofer (46. F.Kurzendörfer), Wolf, Zeuner, Haase, Naar, Hinte, Schuster, Winkler, Bach, Fröhlich PSV: Horlbeck, Müller, D.Turban, T.Hartung, Uhlemann (90.+3. Goerke), Abanda, Schäbitz, Regitz (59. Hock), J.Hartung (70. P.Kurzendörfer), Förster, E.Turban (56. Roth) Tore: 1:0 Fröhlich (56.), 1:1 Förster (70.) Schiedsrichter: Steve Birkhold, 1.Assistent: Matthias Wirth, 2.Assistent: Andreas Polster Zuschauer: 95 |
Spielbericht:
Der Start in die Partie gehört zunächst klar den Postlern. Die Gastgeber ziehen sich von Beginn an in die eigene Hälfte zurück und lassen die Plauener kommen. So haben die Blau-Gelben viel Ballbesitz, sodass man einen ruhigen Spielaufbau gestalten konnte. Man lässt den Ball durch die eigenen Reihen laufen, vor allem in der eigenen Hälfte, da Jößnitz erst ab der Mittellinie attackiert. Mit flachen Kombinationen über die Außenbahnen und gezielten Diagonalbällen auf die Flügel spielt man sich häufig bis tief in die Hälfte der Gastgeber hinein, echte Chancen bleiben zunächst jedoch noch aus. Gegen den Ball läuft man die Jößnitzer früh an. Mit Wirkung, denn zu Beginn hat die Heimelf noch Mühe ins Spiel zu finden. Dennoch gehört die erste große Chance den Jößnitzern. Auf der rechten Seite ist man zu inkonsequent am Ball und verliert diesen leichtsinnig, den Abschluss nach dem folgenden schnellen Angriff kann Post-Keeper Horlbeck im Eins-gegen-Eins entschärfen und bewahrt die Postler mit seiner starken Parade vor dem Rückstand. Auf der Gegenseite kommen Abanda, Regitz und Schäbitz zu aussichtsreichen Abschlüssen, doch zur Post-Führung fehlt die letzte Präzision oder der Schlussmann der Jößnitzer ist ebenfalls zur Stelle. Mitte der ersten Halbzeit entwickelt sich eine zunehmend ausgeglichenere Partie, da Jößnitz nun aktiver gegen den Ball arbeitet. So neutralisieren sich beide Teams vor allem im Zentrum, klare Torchancen bekommen Seltenheitswert. Angriffsversuche beider Teams enden zudem in Abseitspositionen oder bei zu weit gespielten Bällen in den Armen der Torhüter. So geht es torlos in die Pause. Post zeigt bis dato einen soliden Auftritt, macht viel richtig, mit kaum Unkonzentriertheiten, ist aber vor dem Tor noch nicht zwingend genug. Dies gilt es für die zweite Hälfte zu verbessern. Doch nach dem Seitenwechsel ist es vorrangig die SG Jößnitz, welche deutlich aktiver aus der Kabine kommt und den Druck auf die Postler erhöht. Die Postler sind dagegen etwas zu passiv und finden nicht mehr die notwendigen Mittel, um die Jößnitzer Angriffe früh zu unterbinden. So fällt gut zehn Minuten nach der Pause auch der nun folgerichtige Führungstreffer für die Gastgeber. Nach einer zunächst unzureichend geklärten Situation ist man nicht mehr konzentriert genug, sodass eine zweite Flanke im Rücken der Postabwehr im Strafraum landet. Fröhlich bringt den Ball flach im rechten unteren Eck unter. 1:0 für die SG Jößnitz. Mit der Führung im Rücken zieht sich die Heimelf dann wieder etwas mehr zurück, dies verschafft den Postlern erneut mehr Spielanteile. Echte Chancen kann man jedoch zunächst nicht herausspielen. Die Blau-Gelben zeigen zwar wieder aussichtsreiche Ansätze über die Außen oder über Einzelaktionen durchs Zentrum, doch die Jößnitzer sind nun deutlich besser darauf eingestellt. So dauert es bis zur 70. Spielminute, bis Förster den verdienten Ausgleich erzielt. Dieser nimmt einen punktgenauen Diagonalball von D.Turban technisch stark an und vollendete sicher zum 1:1. Wenige Momente nach dem Ausgleich kann Abanda sogar für die Führung der Gäste sorgen, scheiterte jedoch frei vor dem Torwart. In der 78. Minute schwächt man sich jedoch selbst, Abanda sieht Gelb-Rot, nachdem er sich provozieren lassen hat. So geht man in Unterzahl in die Schlussviertelstunde einer engen Partie. Jößnitz drängt nun auf den Sieg, doch die Post-Defensive stemmt sich mit großem Einsatz dagegen. Bei zwei hochkarätigen Chancen der Gastgeber hat man zudem auch das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite. So heißt es nach einer weitgehend zerfahrenen zweiten Hälfte schließlich 1:1. Die Postler erkämpfen sich damit ein leistungsgerechtes Unentschieden und sichern sich einen wichtigen Punkt zum Rückrundenstart. Nach einer engagierten ersten Halbzeit und einer kämpferischen Schlussphase, in der besonders Einsatz und Moral stimmen, knüpft man an die Leistungen aus der Hinrunde an. So macht man die durchwachsene Vorbereitung fast vergessen und sendet ein positives Signal für die kommenden Aufgaben. In der kommenden Woche trifft man im ersten Heimspiel 2026 auf den Spitzenreiter aus Großfriesen. (JH) |
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