22.Spieltag: SG Kürbitz - Post SV Plauen
Vogtlandklasse, 22. Spieltag
Samstag, 09.05.2026 - Anpfiff 15.00 Uhr
(Spielort: Rasenplatz Straßberg)
SG Kürbitz
| -
3:1 (1:0)
| Post SV Plauen
|
Vorbericht:
Am Samstag empfängt die SG Kürbitz den Post SV Plauen. Anstoß ist um 15 Uhr in Straßberg. Die Postler reisen als Tabellenfünfter an, sie stehen mit 31 Punkten und einem Torverhältnis von 42:56 im gesicherten Mittelfeld der Liga. Mit zehn Siegen aus 21 Partien spielt man bislang eine wechselhafte Saison, ist offensiv durchaus gefährlich, defensiv aber zu anfällig. Die SG Kürbitz dagegen steckt auf dem ersten Nichtabstiegsrang fest. Mit lediglich 20 Punkten und einem Torverhältnis von 26:68 belegt die Mannschaft derzeit Rang zwölf. Mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Verfolger ist man auf heimischem Platz zum Siegen verdammt, um wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Auch wenn die Postler zuletzt etwas in einer Formkrise steckten, zeigt zumindest die Ergebniskurve bei Heimspielen wieder etwas nach oben. Gegen den derzeitigen Abstiegskandidat VfB Nord Plauen siegte man souverän mit 6:1 und gegen VfB Pausa-Mühltroff konnte man am letzten Spieltag glücklich mit 3:2 siegen. Diese Woche sollen erneut drei Punkte her und damit auch endlich der ersten Auswärtsdreier der Rückrunde. Die Kürbitzer konnten in den laufenden Rückrunde bereits genauso viele Punkte holen wie die Postler. Nach Siegen gegen Oelsnitz II und Netzschkau, sowie einem Punkt gegen Kottengrün konnte man zuletzt einen überraschenden 3:2 Sieg gegen die SG Jößnitz einfahren. Spätestens dadurch sollten die Postler vor den Gastgebern gewarnt sein, besonders da die Kürbitzer noch mitten im Abstiegskampf stecken und jeder Punkt zählt. Ein Unterschätzen des Gegners muss in jedem Fall vermieden werden, da ein so deutliches Ergebnis wie im Hinspiel (6:0) nicht zu erwarten ist. Für die Postler wird es entscheidend sein die eigene Leistung vollends abzurufen, dann sollte dennoch einem Erfolg nichts im Weg stehen. (JH) |
Spielstatistik:
SGK: Walther, Kraus, Röder, Muck, Gerstenberger, Zschäck, Pilz (41. Titz), Gork, Uhl, Reinhold (8. Nitze), Martin PSV: Langner, Müller, D.Turban, T.Hartung, Rausch, Schalowski, P.Kurzendörfer (70. Köbke), Regitz (46. Hock), J.Hartung (83. J.Kurzendörfer), Förster, E.Turban (63. Roth) Tore: 1:0 Zschäck (35.), 2:0 Martin (82.), 2:1 Köbke (90.), 3:1 Gerstenberger (90.+3.) Schiedsrichter: David Nemec, 1.Assistent: Yannik Ressel, 2.Assistent: Steffen Windisch Karten: 1/2 |
Spielbericht:
Die Postler erwischen in Straßberg, anders als in der Vorwoche, keinen Start nach Maß. Die hochmotivierte Heimelf ist von Beginn an wacher und aggressiver, spielt kompromisslos nach Ballgewinn sofort in die Tiefe. Die Postler sind so direkt gezwungen viel Defensivarbeit zu leisten, was zunächst mäßig gelingt, echte Großchancen bleiben zunächst jedoch noch aus. Selbst schafft man es kaum Spielkontrolle zu erlangen und den Ball laufen zu lassen, dennoch hat Förster die erste echte Chance im Spiel, scheitert jedoch am Schlussmann der Kürbitzer. Gegen den Ball wirken die Blau-Gelben oft schläfrig und gedanklich immer einen Schritt zu spät, sodass lange Bälle hinter die Abwehr zunehmend größere Probleme bereiten und die Kürbitzer zu ersten gefährlichen Chancen gelangen. Im eigenen Spielaufbau fehlt zunächst nahezu alles, man agiert zu behäbig und lässt sich durch das frühe Anlaufen der Gastgeber schnell den Schneid abkaufen. So entwickelt sich ein zerfahrenes Spiel, in dem Kürbitz will, zunächst aber nicht entscheidend zuschlagen kann, Post dagegen schafft es zu keinem Zeitpunkt so richtig ins eigene Spiel zu finden. Mit zunehmender Spielzeit werden die Gastgeber zielstrebiger und gefährlicher, die Führung fällt schließlich folgerichtig nach einem unnötigen Ballverlust auf Höhe der Mittellinie. Zschäck trägt den eroberten Ball, bei fehlenden bzw. schwachen Abwehrverhalten mehrerer Instanzen seitens der Postler bis ins Tor. Der Treffer ist ein Stück weit ein Weckruf für die Postler. In der Folge ist man deutlich aktiver und versucht vermehrt über lange Bälle sowie über die Außenbahnen zu Chancen zu kommen. Die beste Möglichkeit hat Müller, nachdem sich P.Kurzendörfer stark durchsetzt und in die Mitte ablegt, der Torhüter kann den Schuss auf die kurze Ecke jedoch parieren. Kurz vor der Halbzeit fällt zunächst das vermeintliche 2:0, doch der Kürbitzer Angreifer bekommt den Ball bei einem katastrophalen Fehler im Aufbauspiel an die Hand. Die Entscheidung auf Freistoß ist regeltechnisch korrekt, wenn auch enorm viel Glück auf Seiten der Postler dabei ist. Damit geht man mit einem 1:0 in die Pause. Die Halbzeitführung für die Gastgeber ist vollkommen verdient, aus Sicht der Postler das wohl Positivste, dass es sich nur um ein Tor Rückstand handelt. Für die zweite Hälfte muss man sich in allen Belangen steigern, wenn man noch zu Punkten kommen möchte. Nach dem Seitenwechsel kommen die Postler deutlich schwungvoller aus der Kabine und erlangen mehr Spielanteile sowie zunehmend auch mehr Kontrolle. Dennoch fehlen im letzten Drittel Ideen, Genauigkeit und die Durchschlagskraft, um wirklich klare Torchancen herauszuspielen. Kürbitz dagegen bleibt auch in der zweiten Hälfte der eigenen Linie treu und setzt weiterhin auf lange Bälle, die auch weiterhin für Gefahr sorgen, man diese nun aber deutlich besser verteidigt bekommt. Offensiv bleibt es dennoch lange Zeit eher bei guten Ansätzen als bei echten Chancen. So spielt man sich mehrfach auf links gut bis zur Grundlinie durch, doch im Strafraum fehlt es schließlich an einem Abnehmer. Auch der ein oder andere tiefe Ball findet sein Ziel in der Spitze, doch hier ist man zu ungenau im Abschluss oder die Abseitsfalle des Gegners schlägt zu. Schließlich sind es die Gastgeber die ein weiteres Tor in der Schlussphase nachlegen und damit die Comeback-Träume der Postler zerstören. Nach einem unnötigen Ballverlust in der gegnerischen Hälfte überspielen die Gastgeber mit einem hohen Ball die weit aufgerückte Post-Hintermannschaft. Martin vollendet den Konter mustergültig und erhöht auf 2:0. Trotz des zwei Tore Rückstands geben die Postler nicht auf und kommen zum 2:1 Anschluss. Schalowski setzt sich über außen durch und legt den Ball in die Mitte, dort schiebt Köbke überlegt zum 2:1-Anschluss ein. Danach wirft man für die letzten Minuten noch einmal alles nach vorn, doch echte Torgefahr kann man nicht mehr erzeugen. In der letzten Aktion des Spiels, bei aufgerücktem eigenen Torhüter schießt man die Ein-Mann-Mauer bei einem Freistoß an. Der Ball springt ungünstig zurück, sodass Gerstenberger allein aufs leere Tor zuläuft und mit dem 3:1 den Schlusspunkt setzt. Am Ende steht eine mehr als verdiente Niederlage, bei der die Postler viele grundlegende Eigenschaften vermissen ließen und insgesamt keinen guten Tag erwischt haben. (JH) |
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